wA1: Anspruchsvolle Standortbestimmung beim Sauerland Cup

Der Sauerland Cup zählt seit Jahren zu den renommiertesten Jugendturnieren Deutschlands. Nahezu ausschließlich Mannschaften aus den Leistungszentren und Jugend-Bundesligen messen sich hier auf höchstem Niveau. Entsprechend stark besetzt war auch das Teilnehmerfeld der weiblichen A-Jugend mit 16 Teams.

Für die TSG Münster war das Turnier in den vergangenen Jahren ein äußerst erfolgreiches Pflaster. Als B-Jugend-Jahrgang erreichte das Team jeweils das Finale, im vergangenen Jahr gelang sogar der viel umjubelte Turniersieg. Dieses Mal kehrte die Mannschaft von Fin Welkenbachk und Florian Heinzer jedoch vor allem mit wertvollen Erkenntnissen aus dem Sauerland zurück.

Bereits beim heimischen Süwag Cup hatte sich angedeutet, dass die Saison in der weiblichen A-Jugend eine anspruchsvolle Herausforderung werden würde. Gegen die überwiegend in Leistungszentren ausgebildeten Gegnerinnen wurde deutlich, dass die Spielweise, die in der B-Jugend noch sehr erfolgreich war, nun auf deutlich mehr Widerstand trifft.

Auftakt gegen den späteren Turniersieger

In der Vorrunde traf die TSG bei einer Spielzeit von zweimal 18 Minuten auf den Berliner TSC, die HSG Blomberg-Lippe und den VfL Bad Schwartau.

Gleich zum Auftakt wartete mit dem Berliner TSC der spätere Turniersieger. Gegen die körperlich robusten Berlinerinnen leistete sich Münster zu viele Fehlwürfe und lag bereits zur Halbzeit mit 7:10 zurück. Auch im zweiten Durchgang hielten die Hauptstädterinnen die TSG auf Distanz und setzten sich schließlich mit 19:17 durch.

 

Knappe Niederlage gegen Blomberg-Lippe

Im zweiten Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe erwischte Münster keinen guten Start und geriet durch zahlreiche technische Fehler schnell mit 1:5 in Rückstand. Anschließend kämpfte sich die TSG jedoch eindrucksvoll zurück. Eine starke Abwehrarbeit brachte die Wende, zur Pause führten die Taunusstädterinnen mit 6:5.

Nach dem Seitenwechsel häuften sich jedoch erneut die Fehlwürfe. Blomberg glich aus und setzte sich auf drei Tore ab. Die Begegnung wurde zunehmend körperbetonter, was unter anderem in einer Roten Karte für die HSG nach drei Zeitstrafen mündete. Münster kam noch einmal auf ein Tor heran und hatte sogar die Chance zum Ausgleich, konnte diese jedoch nicht nutzen. Am Ende stand eine unglückliche 12:13-Niederlage.

 

Starke Moral gegen Bad Schwartau

Auch gegen den VfL Bad Schwartau verhinderten zahlreiche technische Fehler und ausgelassene Torchancen zunächst ein besseres Resultat. Bereits zur Halbzeit lag Münster deutlich mit 7:16 zurück.

Die Reaktion nach dem Seitenwechsel konnte sich allerdings sehen lassen. Mit großer Moral und viel Kampfgeist arbeitete sich die TSG Tor um Tor heran und verkürzte beim 18:19 sogar bis auf einen Treffer. In der Schlussphase fehlte jedoch die letzte Konsequenz, sodass Bad Schwartau noch einmal davonziehen und mit 22:19 gewinnen konnte.


Punktgewinn gegen Kleenheim-Langgöns

Am zweiten Turniertag ging es in der Zwischenrunde zunächst gegen den hessischen Rivalen HSG Kleenheim-Langgöns. Gespielt wurde nun über einmal 25 Minuten.

In einem intensiven und umkämpften Derby begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Münster legte mehrfach vor, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Wie so oft in den Duellen mit dem hessischen Konkurrenten entwickelte sich eine ruppige Begegnung mit zahlreichen Siebenmetern und Zeitstrafen auf beiden Seiten. Kurz vor Schluss lag die TSG noch mit zwei Treffern in Front, musste jedoch wenige Sekunden vor dem Ende den Ausgleich hinnehmen. Das Spiel endete 10:10.

 

Erfolgreicher Abschluss gegen Erlangen

Im letzten Turnierspiel traf die TSG auf den HC Erlangen, einen der Dauerrivalen der vergangenen Jahre. Diesmal zeigte Münster noch einmal seine Stärken. Mit einer offensiven und aggressiven Abwehr setzte die Mannschaft den Gegner früh unter Druck und erspielte sich schnell eine Führung.

Mit zunehmender Spielzeit kehrte auch die Spielfreude zurück. Die Münsteranerinnen überzeugten mit gelungenen Kombinationen und dem einen oder anderen sehenswerten Kabinettstückchen. Auch die zwischenzeitliche Umstellung Erlangens auf eine siebte Feldspielerin brachte die TSG nicht aus dem Konzept. Am Ende belohnte sich das Team mit einem verdienten 20:15-Erfolg und einem positiven Turnierabschluss.

 

Wertvolle Erfahrungen für den Saisonstart

Das Trainerteam nutzte das hochklassig besetzte Turnier bewusst dazu, verschiedene Spielvarianten zu testen und insbesondere die Möglichkeiten des Angriffs-Abwehr-Wechsels weiter zu vertiefen.

Auch wenn die Ergebnisse nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen konnten, dürfte der Sauerland Cup wichtige Erkenntnisse geliefert haben. Mannschaft und Trainer haben nun die Aufgabe, die richtigen Schlüsse aus den Begegnungen zu ziehen, um bis zum Saisonauftakt am 13. September in Dortmund die letzten Entwicklungsschritte zu machen und bestens vorbereitet in die anspruchsvolle A-Jugend-Saison zu starten.

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Veröffentlichung

Do, 03. September 2026

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