Nervöser Auftakt: TSG Münster unterliegt in Mainz
Zum ersten Spieltag der Jugend-Bundesliga reiste die weibliche B-Jugend der TSG Münster [am 12. September] nach Nieder-Olm zur JSG Mainz05/TV Nieder-Olm. Für die neu formierte Mannschaft war es das Debüt auf der größten Bühne im Jugendhandball, und die Vorfreude war entsprechend groß.
Die Voraussetzungen stimmten. In nur wenigen Wochen hatte sich das Team unter dem neu formierten Trainerteam um Maximilian Kästner, Oliver Kähler und Helena Nietzke zusammengefunden. Möglich macht das die Kooperation der TSG Münster mit der HSG Schwarzbach, die den Spielerinnen die Chance gibt, sich auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln. Die Vorbereitung lief gut: Beim Sauerland Cup gewann das Team drei von fünf Spielen gegen Bundesligagegner aus ganz Deutschland und einen internationalen Teilnehmer. Und beim Süwag Cup setzte sich die TSG gegen genau diesen Mainzer Gegner durch. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Auftakt war also berechtigt. Die Rolle des Außenseiters in der Bundesliga nehmen die TSG-Mädels gern an.
Der Start ins für viele Spielerinnen erste Bundesliga-Spiel verlief dann allerdings nervös. Mehrere gut herausgespielte freie Würfe und drei vergebene Siebenmeter in der ersten Halbzeit blieben ungenutzt. Dazu klappten die Übergänge in der Abwehr nicht so, wie sie zuvor besprochen worden waren. Mainz nutzte das und zog davon. Immerhin sorgte Malin Karg aus dem Rückraum immer wieder für Entlastung und hielt Münster in Schlagdistanz. Mit 15:12 ging es in die Halbzeit, ein Rückstand, der vor allem mit dem eigenen nervösen Beginn zu tun hatte.
Nach der Pause kamen die Münsterer Mädels hoch motiviert aus der Kabine. Angeführt von Eleni Prösamer am Kreis verkürzte das Team auf nur noch ein Tor und blieb bis zur 44. Minute auf Schlagdistanz. In dieser Phase zeigte die Mannschaft, was in ihr steckt. Matilda Mehner, kurzfristig per Zweitspielrecht aus Bensheim zum Team gestoßen, fügte sich mit drei Toren sofort stark ein. Dann jedoch schlichen sich erneut technische Fehler ein, die Mainz zu einfachen Toren im Gegenstoß nutzte. So zog der Gegner Stück für Stück davon. Am Ende summierten sich Fehlwürfe und technische Fehler, und das Ergebnis fiel in der Höhe deutlich aus. Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss wäre mehr drin gewesen.
Trainer Maximilian Kästner zog ein gemischtes Fazit: „Am Ende haben wir uns durch zu viele eigene Fehler selbst geschlagen. Positiv ist, dass wir uns die Möglichkeiten erspielt haben, wir waren im Abschluss nur noch nicht eiskalt genug. Trotzdem nehmen wir viele wichtige Erfahrungen mit und wissen, woran wir weiterarbeiten können.“ Die nächste Gelegenheit kommt schnell: Schon am kommenden Samstag will es die TSG besser machen, dann vor eigenem Publikum gegen Erlangen.
Für Münster in Mainz im Einsatz: Im Tor Nora Friton, Pia Öhler. Im Feld: Luna Bamberg (4/1), Louisa Marie Winter (4), Eleni Prösamer (3), Malin Karg (3), Smilla Racky (3), Matilda Mehner (3), Lana Morlok (2/1), Hanna Stork (2), Mette Neumann (1), Sophie Seym, Emma Kern, Ida Jordan, Aurelia Hecht, Lucy Valentina Trog.
Trainer: Maximilian Kästner, Oliver Kähler, Helena Nietzke.
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Bild zur Meldung
Weitere Meldungen

Jahreshauptversammlung TSG Münster am 28.09.2026
Sa, 12. September 2026

Drei TSG-Gesichter auf dem Weg nach Dakar
Di, 15. September 2026

