wA1 - Starker Heimspielauftakt: Münsterer Mädels bezwingen die Werkselfen mit 37:25
Die weibliche A-Jugend der TSG Münster hat ihren Heimspielauftakt in der Jugendbundesliga eindrucksvoll gemeistert. Gegen den renommierten Nachwuchs von TSV Bayer Leverkusen setzten sich die Münsterinnen in der Eichendorffhalle deutlich mit 37:25 (19:11) durch und feierten nach der unglücklichen Auftaktniederlage in Dortmund die ersten Saisonpunkte.
Dabei wartete mit den Werkselfen ein echter Traditionsverein des deutschen Frauenhandballs auf die Gastgeberinnen. Die Leverkusener Nachwuchsabteilung zählt seit Jahren zu den führenden Ausbildungszentren Deutschlands und bringt regelmäßig Talente für Bundesliga und Nationalmannschaften hervor. Umso bemerkenswerter war der souveräne Auftritt der TSG.
Die Münsterer Mädels machten von Beginn an deutlich, wer an diesem Nachmittag das Spiel bestimmen wollte. Eine konzentrierte und aggressiv arbeitende Defensive bildete die Grundlage für einen Traumstart. Vorne übernahm zunächst Julia Neumann Verantwortung und sorgte mit einem frühen Hattrick innerhalb der ersten Minuten für die 3:0-Führung. Die Gastgeberinnen hielten den Vorsprung in der Folge konstant, während das Trainerteam um Fin Welkenbach und Florian Heinzer früh durchwechselte.
Über 8:4 und 12:6 kontrollierte Münster die Partie. Zwar ließ die Intensität in der Defensive zwischenzeitlich etwas nach, was Leverkusen unter anderem sogar zu zwei Treffern in Überzahl nutzte, doch die TSG behielt die Kontrolle. Als die Werkselfen beim 14:11 nochmals auf drei Tore verkürzten, antworteten die Gastgeberinnen mit einem starken Schlussspurt vor der Pause. Vier Treffer in Serie sorgten für den verdienten 19:11-Halbzeitstand.
Bemerkenswert: Trotz des Acht-Tore-Vorsprungs ließen die Münsterinnen im ersten Durchgang noch zahlreiche Möglichkeiten liegen. Insgesamt elf Fehlwürfe verhinderten eine noch deutlichere Führung.
Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Bayer Leverkusen zunächst gegen die drohende Niederlage. Die Gäste profitierten davon, dass Münster im Rückzugsverhalten einige Schwächen zeigte und verkürzten bis zur 37. Minute auf 24:18. Die Partie drohte kurzzeitig wieder etwas Spannung zu bekommen.
Genau in dieser Phase reagierte das TSG-Trainerteam mit einer Auszeit. Die Wirkung war sofort zu erkennen. Münster schaltete wieder einen Gang höher, stabilisierte die Defensive, Ida Klinkner parierte mehrfach stark und die TSG startete einen 5:0-Lauf.
Mit zunehmender Spieldauer wurde der Kräfteverschleiß auf Leverkusener Seite sichtbar. Während die Werkselfen im Rückraum nur begrenzte Wechselmöglichkeiten hatten, konnte Münster weiterhin personell nachlegen. Beim 30:20 fiel in der 50. Minute erstmals die Zehn-Tore-Führung.
Auch taktische Umstellungen der Gäste brachten keine Wende mehr. Leverkusen nahm Rückraumspielerin Mia Herr zeitweise in Manndeckung und versuchte später sogar eine doppelte Manndeckung. Die Gastgeberinnen reagierten clever, agierten phasenweise mit einer zusätzlichen Feldspielerin und lösten die Situationen souverän. So blieb die Spielkontrolle jederzeit in Münsterer Hand.
Im Angriff überzeugte die TSG mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Lena Preß war mit acht Treffern erfolgreichste Werferin der Gastgeberinnen, gefolgt von Mia Herr mit sieben Toren sowie Julia Neumann und Emma Pilz, die jeweils sechs Treffer beisteuerten.
Trainer Fin Welkenbach zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend zufrieden: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und konnten uns früh absetzen. Nach 15 Minuten konnten wir dann ausnutzen, dass Leverkusen im Rückraum wenig Wechseloptionen hatte und konnten nochmals unseren Vorsprung erhöhen.“
Gleichzeitig sprach er die wenigen Schwächephasen offen an: „Durch einige Unkonzentriertheiten gerade in der Abwehr holten wir Leverkusen noch einmal zurück ins Spiel, konnten dann allerdings vor der Halbzeit noch mal einen komfortablen Acht-Tore-Vorsprung herausspielen.“
Besonders zufrieden war der TSG-Coach mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Auszeit im zweiten Durchgang: „In der zweiten Halbzeit erfolgte von Leverkusener Seite ein letztes Aufbäumen, indem sie bis zur 37. Minute ausnutzten, dass wir im Rückzug etwas nachließen. Nach einer Auszeit unsererseits konnten wir dann wieder eine Schippe drauflegen und unseren Vorsprung sukzessive immer weiter erhöhen. Am Ende steht ein auch in der Höhe verdienter Sieg im ersten Heimspiel.“
Auf Münster warten nun zwei Hessenderbys: Am 30. September geht es zur TSG Oberursel, ehe am 18. Oktober das Auswärtsspiel bei der HSG Kleenheim-Langgöns ansteht. Das nächste Heimspiel steigt am 8. November gegen Borussia Dortmund.
Für Münster im Einsatz: Im Tor Leni Clemens (1 Parade), Ida Klinkner (10). Im Feld: Jette Rotert (2), Mia Mauch (1), Lena Preß (8/3), Marlene Botta (2), Mia Herr (7/2), Carolin Helbig, Sinja Quade (2), Aurelia Hecht, Maria Bradasch (1), Julia Neumann (6), Emma Pilz (6/1), Sophie Bradasch (2).
Trainer Fin Welkenbach, Florian Heinzer. Torwarttrainer Tim Albat und Betreuerin Mara Flach.
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