wB1 - Steigerung nach der Pause reicht nicht: TSG Münster unterliegt Erlangen
Eine Woche nach dem Auftakt in Mainz stand für die weibliche B-Jugend der TSG Münster das erste Heimspiel in der Jugend-Bundesliga an. In der heimischen Schwarzbachhalle in Kriftel, der Halle des Kooperationspartners HSG Schwarzbach, empfing das Team den HC Erlangen und musste sich am Ende mit 26:36 (11:17) geschlagen geben. Gegen den Gruppen-Favoriten lief zwar vieles noch nicht zusammen, dennoch zeigte sich, dass die neu formierte Mannschaft auf dem richtigen Weg ist.
Vor eigenem Publikum trat Münster deutlich weniger nervös auf als zuletzt auswärts. Der Matchplan war klar, doch gegen die offensiv und aggressiv verteidigenden Erlangerinnen fand das Team über weite Strecken keine spielerische Lösung. Immer wieder brachte die frühe Deckung der Gäste Münster aus dem Rhythmus. In der ersten Halbzeit schlichen sich erneut technische Fehler ein, viele davon vermeidbar. Dazu kamen in der Abwehr Probleme in der Zuordnung und verlorene Eins-gegen-eins-Duelle.
Erlangen nutzte das konsequent und zog früh davon. Beim 3:7 nahm Münster eine erste Auszeit. Danach hielt die eingewechselte Lana Morlok dagegen, traf mehrfach in Folge und bereitete Treffer am Kreis vor. Münster kam jedoch gegen die konsequente Deckung der Gäste nicht heran. Erlangen baute den Vorsprung weiter aus: Mit einem 11:17 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel stand das Team stabiler, ging besser in die Zweikämpfe und ließ sich vom Rückstand nicht entmutigen. Am Kreis brachte Mette Neumann die Zuspiele immer wieder sicher unter und überzeugte zudem mit guten Abwehraktionen.
Am Ende fehlte gegen die abgeklärten Gäste die Konstanz über 60 Minuten. Zu viele Fehler und Unkonzentriertheiten in der ersten Hälfte waren gegen einen Gegner dieser Klasse nicht mehr aufzuholen, sodass die Niederlage in der Höhe leistungsgerecht ausfiel.
Trainer Maximilian Kästner ordnete das Spiel fair ein: „Erlangen ist eine richtig starke Mannschaft, an der man wächst. In vielen Werten sind wir eigentlich gar nicht so weit weg, aber wir hatten deutlich mehr technische Fehler und Ballverluste als der Gegner, und viele davon landen direkt im Gegenstoß, wo wir gar nicht mehr verteidigen können. Nach der Pause haben wir uns gesteigert und mutiger gespielt. Genau daran knüpfen wir an.“ Das Team mit vielen Bundesliga-Neulingen sammelte gegen einen Topgegner weiter wichtige Erfahrungen. Die Richtung stimmt, und die TSG arbeitet Woche für Woche weiter an sich.
Bis zum nächsten Spiel bleiben noch einige Wochen. Es fällt mit dem 11. Oktober allerdings ausgerechnet auf das mittlere Wochenende der hessischen Herbstferien. Der kommende Gegner HSG Kastellaun-Simmern zeigte sich zu keinem Ausweichtermin bereit, obwohl auch in Rheinland-Pfalz Ferien sind. So wird die Auswärtsaufgabe zusätzlich erschwert, die die TSG trotzdem sportlich annimmt.
Für Münster im Einsatz: Im Tor Nora Friton, Sara Ivancic. Im Feld: Lana Morlok (6), Mette Neumann (4), Aurelia Hecht (3), Eleni Prösamer (3), Luna Bamberg (2/1), Malin Karg (2), Matilda Mehner (2), Louisa Marie Winter (1), Hanna Stork (1), Smilla Racky (1), Sophie Seym (1), Emma Kern, Lucy Valentina Trog, Lynn Müller.
Trainer: Maximilian Kästner, Oliver Kähler. Betreuerin: Nicole Dollinger.
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